Gefahr bei Nierenentzündung – Urosepsis

Die Urosepsis ist eine Harnvergiftung. Es handelt sich dabei um eine schwerwiegende Krankheit, die äußerst ernst genommen werden muss. Ohne rechtzeitige und richtige Behandlung kann es dabei zu lebensbedrohlichen Situationen und sogar zum Tod kommen. Wie kommt es zu einer Urosepsis, wie äußert sie sich und wie wird sie behandelt? Wer ist besonders gefährdet?

Bei einer Urosepsis gelangen giftige Keime aus dem Harntrakt in die Blutbahn. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Urosepsis auslösen können. Harnwegsinfektionen, Nierenentzündungen oder Nierenabszesse können unter anderem dafür verantwortlich sein.

Patienten mit Urosepsis haben häufig hohes Fieber und Schüttelfrost. Es kann zu einem Anstieg der Herzfrequenz und einer beschleunigten Atmung kommen. Auch ein starker Blutdruckabfall tritt häufig auf. Bei einer Urosepsis können die Funktionen lebenswichtiger Organe in Mitleidenschaft gezogen werden und schlimmstenfalls ausfallen. Fünfzig Prozent aller Krankheitsfälle enden tödlich.

Für eine erfolgreiche Behandlung der Urosepsis ist äußerst wichtig, den Auslöser für die Infektion schnell zu finden und ihn zu beseitigen. Neben einer klinische Untersuchung, der Urinanalyse und der Bestimmung der Blutwerte ist eine Sonographie unumgänglich. Bei unklaren Befunden im Nierenbereich ist meist auch eine computertomographische Untersuchung notwendig. Gleichzeitig erfolgt eine breit angelegte Therapie mit Antibiotika. Im Verlauf der Behandlung tritt häufig nach der Beseitigung der Ursache eine kurzfristige Verschlechterung des Allgemeinzustandes ein, bei dem es zu einem septischen Schock kommen kann. Deshalb ist bei der Therapie einer Urosepsis eine intensivmedizinische Überwachung der Patienten erforderlich.

Besonders gefährdet sind alte und immunschwache Menschen, sowie Patienten mit Begleiterkrankungen. Dazu gehören Diabetes, Tumore und Tuberkulose.

Um einer Urosepsis vorzubeugen wird empfohlen, auf eine ausreichende Flüssigkeitszunahme und eine regelmäßige Entleerung der Blase zu achten. Wer mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag trinkt, sorgt dafür, dass gefährliche Keime aus dem Körper hinausgeschwemmt werden. Darüber hinaus können regelmäßige Urin- und Blutuntersuchungen rechtzeitig Infektionen erkennen.

4 Kommentare

  1. Jutta Hellmuth says:

    Zu Ihrem Artikel “Nierenentzündung”

    Mein Mann hat glücklicherweise eine Urosepsiserkrankung überlebt.
    Kam mit hohem Fieber in eine Klinik. Dort wurde ihm die rechte
    Niere nebst 9 mm großem Karzinom entfernt.
    Er erholte sich schnel von dem Eingriff und fährt nach 3 Monaten
    schon wieder Fahrrad. Ich bin so glücklich.
    Jutta

  2. Meine Frau hat seit vielen Jahren Parkinson. Zweimal war sie wegen Fieberkrämpfen im Krankenhaus. Jetzt ist sie wieder im Altenheim. Eine Niere ist angegriffen, sie hatte Bakterien im Urin und zu viele Leukoziten. Sie liegt seit Wochen im Bett.
    Auf Trinken wird geachtet. Kann es an den Kathetern liegen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Ferdinand von Lekow

  3. Silvio says:

    Hallo , meine Freundin hat nun leider eine Nierenemtzündung bekommt auch schon Antibiotika aber ich muss dazu sagen sie hat nur noch eine Niere und ich weiß nicht was gut für ihren Körper ist . Sie sagte mir tee sei gut aber ich bange echt um sie uns bitte um Hilfe .. ich gebe echt auf nirgends finde ich ein beispiel in der Art .
    Danke schonmal LG Silvio

  4. Sabine Siegl says:

    Mein Mann hat seit gestern Abend starke Schmerzen im Nierenberecich. Heute ist Sonntag. Darf er ein Antibiotikum auf eigene Faust nehmen? Es handelt sich um Ofloxacin

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