Lebensrettende Organspende – Nierentransplantation

Es gibt bestimmte Voraussetzungen und Bedingungen, unter denen eine Nierentransplantation durchgeführt werden kann, die sowohl den Spender als auch den Empfänger betreffen. Bei einer Nierentransplantation wird auf operativem Wege die Niere eines Spenders in den Körper des Empfängers übertragen.Neben der Dialyse ist sie eine Behandlungsmöglichkeit für Menschen, die an einer Niereninsuffizienz, das heißt an einem Versagen oder an einer Schwäche der Nieren leiden. Gegenüber der Dialyse bietet die Nierentransplantation den Vorteil, dass die Patienten sich unabhängig von der Durchführung einer künstlichen Blutwäsche frei bewegen und am sozialen Leben wieder teilnehmen können. Außerdem wird nach einer erfolgreichen Nierentransplantation die Leistungsfähigkeit des Körpers in größerem Maße wiederhergestellt als das bei der Dialyse der Fall ist.

In den letzten Jahren haben sich aufgrund des medizinischen Fortschritts die Erfolgsaussichten für eine Nierentransplantation merklich erhöht, auch ist die Lebenserwartung von Menschen, die mit einer Spenderniere versorgt wurden, deutlich größer als diejenige von Patienten, die sich der Dialyse unterziehen müssen.
Natürlich ist der Bedarf an Spendernieren sehr groß, aus diesem Grunde nehmen mehrere Staaten Europas an der Vereinigung „Eurotransplant“ teil, die die Vergabe von postmortalen Spendernieren nach objektiven Kriterien bestimmt.

Eine andere Form der Nierenspende ist die Lebendspende, die jedoch an einige Bedingungen geknüpft ist. So müssen zum Beispiel Spender und Empfänger die gleiche Blutgruppe besitzen und die sogenannte „Kreuzprobe“ muss negativ ausfallen. Das bedeutet, dass der potentielle Empfänger der Niere keine Antikörper gegen Zellen, die im Körper des Spenders vorhanden sind, besitzt. Heute ist es zuweilen möglich, auch Nierenspenden durchzuführen, wenn eine Blutgruppenunverträglichkeit oder eine positive Kreuzprobe vorliegt.

Es werden im Vorfeld einer Nierentransplantation viele Voruntersuchungen durchgeführt und der Spender muss einige gesundheitliche Voraussetzungen aufweisen. Des Weiteren soll der Spender möglichst ein naher Verwandter des Empfängers sein oder zumindest in einer besonderen Beziehung zu ihm stehen. In Deutschland muss der Nierenspender einem sogenannten „Ethikrat“ vorsprechen, bevor die Operation stattfinden kann. Diese Maßnahme wurde eingeführt, um eventuelle finanzielle Interessen auszuschließen.

Eine Nierentransplantation ist in jedem Fall ein Eingriff, der die Lebensqualität des erkrankten Patienten um ein Vielfaches verbessert und auch dessen Lebenserwartung gegenüber der mit einer Dialysebehandlung in großem Maße erhöht.

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