Nierenversagen

Nierenversagen gilt ist eine gefährliche Krankheit und es bedarf raschen Handelns, sobald diese diagnostiziert wird. Die Nieren haben im Körper eine wichtige Funktion: Sie steuern die Ausscheidung von Abfallstoffen. Diese Vorgang ist wichtig, um giftige Stoffe aus dem Körper schnell und sicher heraus zu befördern.

Welche Symptome treten auf?

Das chronische Nierenversagen verläuft über Monate und Jahre ohne Beschwerden und Schmerzen. Erst in den letzten Stadien klagen Betroffene über Übelkeit, Wasserein-lagerungen, Atemnot, Hautveränderungen und sogar Krampfanfälle. Beim akuten Nierenversagen sind Konzentrationsschwäche, Ermüdung und Übelkeit die vordergründigsten Symptome. Weitere Alarmzeichen sind Wassereinlagerungen in den Beinen und eine geringe Urinmenge. Innerhalb von 24 Stunden werden nur noch maximal 500 Milliliter ausgeschieden. Im weiteren Verlauf kann sich das Wasser auch in den einzelnen Organen einlagern. Jetzt drohen Atemnot und Herzrhythmusstörungen. Nierenversagen kann auch dazu führen, dass der Patient ins Koma fällt.

Wie kommt es zum Ausfall der Niere?

Nierenversagen kann plötzlich oder chronisch auftreten. Beim chronischen Nierenversagen arbeitet die Niere nur noch weniger als 15 Prozent. Dialysebehandlung oder gar Nierentransplantation drohen. Bluthochdruck und Diabetes sind die häufigsten Ursachen für chronisches Nierenversagen. Das akute Nierenversagen kann unterschiedliche Ursachen haben. Flüssigkeitsmangel, hoher Blutverlust oder ein zu niedriger Blutdruck, z.B. infolge eines Schocks, gehören dazu. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten oder ein Rückstau des Urins in die Nieren aufgrund einer vergrößerten Prostata können zum plötzlichen Ausfall der Niere führen. Die Heilungschancen stehen je nach Ursache gut. Eine Behandlung auf der Intensivstation mit sich anschließender Dialyse ist die Regel. Allerdings kann akutes Nierenversagen auch zu einem Ausfall anderer Organe führen und somit häufig tödlich enden.

Wie kann ich vorbeugen?

Früherkennungsuntersuchungen stehen beim chronischen Nierenversagen an erster Stelle. Da Bluthochdruck und Diabetes mellitus die häufigsten Ursachen darstellen, sollte hier angesetzt werden. Dazu gehören neben der konsequent medikamentösen Behandlung von Diabetes und erhöhtem Blutdruck auch die Reduktion des Körpergewichtes und der Verzicht auf Nikotin und Alkohol. Ein Muss ist auch regelmäßige Bewegung. Bei der Ernährung sollte sparsam mit Salz und gesättigtem Fett umgegangen werden. Frisches Obst und Gemüse sollten dagegen sehr häufig auf den Tisch kommen. Da nicht wenige Medikamente die Nieren schädigen können, sollte jede Einnahme mit Bedacht und in Absprache mit einem Arzt erfolgen.

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