Nierensteine

Nierensteine: So behandeln Sie Nierensteine

Nierensteine sind große Ansammlungen von schwerlöslichen Ionen oder Harnbestandteilen, die durch Harnflüssigkeit nicht ausreichend gelöst werden und infolgedessen auskristallisieren. Die wirklichen Ursachen sind bis heute nicht vollständig erforscht. Sicher ist jedoch, dass Harnweg- und andere Stoffwechselerkrankungen die Nierensteinbildung begünstigen.Nierensteine können krampfhafte Muskelkontraktionen erzeugen, die zu starken Schmerzen führen können. Neben den Schmerzen ist ein typisches Symptom für Nierensteine Blut im Urin. Mithilfe von Ultraschall, Röntgenaufnahmen, dem MRT und endoskopischen Verfahren können Nierensteine nachgewiesen werden. Besonders häufig wird die Nierensteinbildung bei Menschen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren notiert, wobei Männer im Gegensatz zu Frauen fast doppelt so häufig davon betroffen sind.

In der Therapie werden kleine Nierensteine (bis 6 mm) mit alkalisierenden Medikamenten aufgelöst. Bei größeren Steinen wird auf eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden zurückgegriffen. So wird zum Beispiel bei der Perkutanen Nephrolitholapaxie der Nierenstein durch eine vom Endoskop verursachte Stoßwelle zertrümmert. Bei Harnleitersteinen wird ein flexibles, dünnes Rohr über die Harnröhre eingeführt, an dessen Ende verschiedene Geräte angebracht werden können, um die Steine zu zertrümmern. Weitere Verfahren zur Beseitigung von Nierensteinen stellen die Laserlithotripsie und die Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie dar.
Prinzipiell lässt sich der Bildung von Nierensteinen einfach vorbeugen, indem man täglich genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Dabei werden 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag empfohlen. Des Weiteren soll Kalzium die Bildung von Nierensteinen verhindern, da es Oxalat (Salze der Oxalsäure) im Darm bindet und so für eine problemlose Entsorgung sorgt. Menschen, die des Öfteren an Nierensteinen leiden, wird geraten, eine Veränderung der Lebensgewohnheiten anzustreben. Zusätzlich zur Erhöhung der Flüssigkeitsaufnahme (Wasser) sollte der Kaffee- und Colakonsum eingeschränkt werden. Eine Reduzierung vom Fleisch-, Fisch- und Geflügelverzehr empfiehlt sich, um den Harnsäurespiegel abzusenken. Zudem geht man davon aus, dass Tee aus Echtem Laubkraut und Teeaufguss von Löwenzahnwurzeln sich positiv auf den Abtransport von Nierensteinen auswirkt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *