Blasenentzündung

Viele Frauen kennen das: Beim Wasserlassen zieht und schmerzt es. Diese Erkrankung wird in der Medizin Zystitis genannt und betrifft in den meisten Fällen Frauen und Kinder. Männer erkranken in der Regel erst in fortgeschrittenem Alter.

Blasenentzündung – Was tun bei einer Entzündung der Harnwege?

Viele Frauen kennen das: Beim Wasserlassen zieht und schmerzt es. Diese Erkrankung wird in der Medizin Zystitis genannt und betrifft in den meisten Fällen Frauen und Kinder. Männer erkranken in der Regel erst in fortgeschrittenem Alter.

Was ist eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung ist eine Infektion der Harnröhre, die meistens durch gramnegative Stäbchen aus der Darmflora ausgelöst wird. Aber auch andere Viren, Hefen und Bakterien können zur Entzündung führen. Besonders wird eine Blasenentzündung durch Abflussstörungen des Urins aus der Harnblase, die teilweise auf Verspannungen im Beckenboden zurück gehen, begünstigt. Gefährdet sind auch Patienten, die an Diabetis erkrankt sind. Ihr Urin ist besonders zuckerhaltig und dementsprechend ein guter Nährboden für Eindringlinge jeglicher Art.

Wie wird eine Blasenentzündung therapiert?

Ein gängiger Therapieansatz bei Blasenentzündung ist die Behandlung mit Antibiotika. Menschen, die regelmäßig unter Blasenentzündungen leiden, sollten aber davon absehen, jedes Mal Antibiotika einzunehmen, da der Körper Resistenzen entwickeln kann und der gesamte Organismus durch Antibiotika dauerhaft geschwächt wird (Zerstörung der natürlichen Darmflora). Menschen die zu Blasenentzündungen neigen, können sich einige Verhaltensweisen aneignen, um einer weiteren Entzündung vorzubeugen.

Wie können anfällige Patientinnen einer Blasenentzündung vorbeugen?

Wichtig ist erst einmal das Vermeiden der falschen Wischrichtung beim Toilettengang (Richtig ist: von vorne nach hinten). Zudem ist es hilfreich, nach dem Geschlechtsverkehr die Blase vollständig zu entleeren, so werden Bakterien aus der Blase gespült. Auch eine kleine Ernährungsumstellung kann helfen: Abwehrkräfte stärkende Nährstoffe (alle Vitamine, vor allem C und Zink) und das regelmäßige Trinken von Cranberrysaft haben sich als hilfreich herausgestellt. Daneben ist eine hohe Flüssigkeitsaufnahme sinnvoll, da sie den Durchfluss erhöht und so Bakterien schneller ausgespült werden können.

Wer trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen weitere Blasenentzündungen nicht erfolgreich abwenden kann, dem empfiehlt sich zudem der Besuch eines Ergotherapeuten. Manchmal führen auch stressbedingte und für die Patientin nicht wahrnehmbare Verspannungen im Unterleib zu Blasenentzündungen. Durch die Verkrampfung entleert sich die Blase nie vollständig, sodass ein perfekter Nährboden für Bakterien und Viren entsteht. Ein Ergotherapeut kann diese Verspannung entdecken und der Patientin Übungen zur Entspannung vorschlagen.

Patientinnen, die eine Blasenentzündung unterschätzen, riskieren schwere Folgeerkrankungen. Wer diese Entzündung nicht auskuriert, muss mit einer Nieren- oder Nierenbeckenentzündung rechnen. Nierenbeckenentzündungen können lebensbedrohlich werden.

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